Prisod - Wir geben Menschen mehr als ein Zuhause.

Über uns


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Im Auftrag des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten Berlin sorgen wir seit fast 20 Jahren dafür, dass Geflüchtete ein temporäres zu Hause in einer Einrichtung der Prisod finden.

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Unsere Arbeit


Soziale Arbeit

Jede Unterkunft der Prisod unterhält einen Sozialdienst, der den Bewohner*innen im Rahmen fester Sprechzeiten beratend und unterstützend zur Verfügung steht.

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Unsere Wohnheime


Unterbringung_Prisod

Wir möchten den bei uns untergebrachten Menschen mehr als eine Unterkunft bieten.

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Mitmachen


Ehrenamt

Die Unterkünfte der Prisod sind sowohl ein Zuhause als auch Orte der Begegnung, des Austausches und der gegenseitigen Hilfe. Daher laden wir Sie herzlich ein, sich bei uns einzubringen.

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Siamak Peyravi lebt seit Beginn des Jahres in unserer Marzahner Gemeinschaftsunterkunft. Der heute 34-jährige stammt aus der iranischen Stadt Shiraz. Dort fuhr er über zehn Jahre Straßenradrennen für verschiedene Vereine und gewann zahlreiche Preise als Profi-Rennfahrer.

Kurz vor seiner Flucht trainierte er sogar beim iranischen Nationalteam und hatte eine vielversprechende Karriere in Aussicht, bis seine Sicherheit im Jahre 2014 bedroht war. Er wurde politisch und religiös verfolgt und musste den Iran verlassen.

Um seine Fähigkeiten nicht zu verlieren und im Training zu bleiben, bemühte er sich auf jeder Station seines Fluchtweges um sportlichen Anschluss. In der Türkei wurde er Mitglied im Esbike Radsportklub von Eskişehir, einer anatolischen Kleinstadt. Wir haben Siamak vom ersten Tag an als begeisterten Radrennfahrer erlebt. Er bestürmte uns mit Fragen: „Wo sind hier in Marzahn die Fahrradprofis? Ich will mitmachen und mein Können unter Beweis stellen.“

Der Sozialarbeiterin Mahnaz Hosseini gelang es schließlich, ihn in den Verein Berliner Radrenn Club Semper 1925 e.V. zu vermitteln. Dort musste er sich zunächst in einem Probetraining unter Beweis stellen. Als das geschafft war, stand ein Gespräch mit dem Vereinsvorstand an. Beide Prüfungen bestand er offenbar mit Bravour, denn seitdem trainiert er an fünf Tagen in der Woche die Disziplinen Bahnrad und Straßenrad. Zusätzliche Unterstützung erhält er durch seine neuen Vereinsfreunde, die ihn in ihrem Kreis aufgenommen und mit allerhand Accessoires ausgestattet haben, die ein Profiradler benötigt. Seine beiden Trainer Monique und Hans-Peter Gassel finanzieren Siamak den Mitgliedsbeitrag für den Radsportbund aus eigener Tasche. Und ein gespendetes Rennrad ist jetzt sein teuerster Besitz.

Vor kurzem hat Siamak sogar erfahren, dass ihn der Verein ganz offiziell bei seinem Versuch unterstützen möchte, sich für einige Berliner Straßenradrennen zu qualifizieren, damit er für den BRC Semper 1925 e.V. gewinnen kann. Im April 2016 war es dann so weit: das erste offizielle Radrennen fand statt und Siamak trat mit voller Kraft in die Pedalen. Er möchte mit seinem Beispiel vorangehen und allen Schicksalsgenoss*innen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, zeigen: Auch wir 60 Millionen Flüchtlinge weltweit dürfen beim Sport nicht fehlen!

Vielen Dank an Peter Krätzschmar, Flüchtlingsbeauftragter des Vereins für Leichtathletik Fortuna Marzahn e.V., für die erfolgreiche Vermittlung!

Recherche: Mahnaz Hosseini

Tags: 2015

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